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Webdesign und SEO: Wie hängt das zusammen?

Bei der Erstellung einer neuen Webseite oder im Rahmen eines Relaunches sind die Kapitel Webdesign (als Oberbegriff für Konzeption, Design und technische Umsetzung) und SEO für viele Leute noch immer zwei unterschiedliche Themen. Tatsächlich sind aber gerade Konzeption und Umsetzung die wichtigsten Säulen für erfolgreiche Rankings. Wir erklären Ihnen warum das so ist und worauf Sie bei der Webseitenerstellung achten sollten.
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1. Content ist King für SEO…wenn der Code stimmt.

Google sieht Ihre Webseite nicht wie ein normaler Besucher am Bildschirm. Es kommen Crawler (sog. Robots) zum Einsatz, die den Quelltext Ihrer Webseite automatisch auslesen und den dort enthaltenen Content nach bestimmten Kriterien bewerten. Dabei spielt natürlich der von Ihnen produzierte Inhalt und die Qualität der eingesetzten Texte die Hauptrolle. Allerdings erreichen Sie nur dann optimale SEO-Rankings, wenn Sie es Google ermöglichen Ihre Inhalte auch so zu verstehen, wie sie von Ihnen gemeint sind und wie sie dem Besucher optisch präsentiert werden. Wie gut Google den Inhalt Ihrer Webseite versteht, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Sind Style-Befehle in einer externen CSS-Datei ausgelagert? Befinden sich viele Style-Befehle inline (innerhalb der Content-Elemente) auf Ihrer Seite, wird das Auslesen des Contents gestört. Daher sollten sie nicht allzu oft im direkten Quelltext vorzufinden sein.
Sind die Texte auf der Webseite gut durch Überschriften verschiedener Ebenen und einzelne Absätze formatiert, um eine gute Lesbarkeit zu gewährleisten? Eine Überschrift kann optisch zwar für den Leser als Überschrift erkennbar sein. Wenn sie jedoch im Quelltext nicht als Überschrift (H1, H2, H3, etc.) markiert ist, wird sie von Google nicht als Überschrift wahrgenommen, sondern als einzelner Satz oder Wort im Fließtext. Sie können sich sicher vorstellen, dass Ihre Texte hierdurch völlig anders interpretiert werden. Überschriften haben natürlich nicht nur für den Leser, sondern auch für Google einen besonderen Stellenwert bei der Betrachtung Ihres Contents.
Sind Bilder und Grafiken durch entsprechende alt- und title-Attribute ausreichend umschrieben? Google kann Bilder auf Webseiten nicht betrachten und ist daher auf diese umschreibenden Informationen angewiesen. So versteht Google, welche Bilder und Grafiken sich auf Ihrer Webseite befinden. Neben den alt- und title-Attributen spielt hier auch der Dateiname des Bildes eine wichtige Rolle.
Verfügen weitere Elemente wie z.B. Links über title-Attribute, um das Webseitenerlebnis für den Besucher angenehm zu gestalten?
Verfügt die Webseite über genügend Meta-Informationen, damit die Suchmaschine den Kontext der Webseite korrekt einordnen kann? Hierzu gehören ein aussagekräftiger Meta-Title sowie eine ausführliche Meta-Beschreibung.
Je besser diese Faktoren berücksichtigt werden und zueinander passen, umso wahrscheinlicher sind gute Google-Rankings für Ihre Webseite. Wie Ihnen sicherlich aufgefallen ist, fallen allerdings viele dieser Aspekte in den Bereich der technischen Umsetzung, die bereits im Rahmen der Programmierung Ihrer Webseite bzw. dem Einpflegen des Contents von Ihrer Webdesign Agentur berücksichtigt werden sollten. Der beste Text nützt Ihnen für SEO wenig, wenn er nicht korrekt von Google ausgelesen und interpretiert werden kann.

2. Der Designer hat mehr SEO-Einfluss als Ihnen (und ihm selbst) lieb ist

Sie würden es im ersten Moment wahrscheinlich nicht vermuten, aber das Design Ihrer einzelnen Unterseiten hat ebenfalls einen entscheidenden Einfluss auf die SEO-Rankings Ihrer Webseite. Dies ist einer der kritischsten Faktoren bei einem Webdesign-Projekt. Denn in den wenigsten Fällen sind sich alle Beteiligten über diese Situation im Klaren. Für gute Rankings ist es nicht nur wichtig, WAS auf Ihrer Webseite zu finden ist, sonder auch WO diese Informationen stehen. Gerade in Projekten, in denen das Design der Webseite zeitlich vor dem Content erstellt wird (was häufig der Fall ist), entscheidet daher der Designer, wo sich die Hauptüberschrift auf der jeweiligen Unterseite befindet und ob die wichtigsten Informationen im Content eher oben oder eher unten auf der Seite platziert werden. Der produzierte Content orientiert sich dann später oft an den vorgegebenen Layouts.

Wichtig ist daher, dass nicht nur die Texte und die technische Umsetzung von einem Team mit SEO-Erfahrung produziert werden, sondern auch der Designprozess. Dieser sollte zumindest von SEO-erfahrenen Teammitgliedern begleitet werden.

Doch damit endet der Einfluss des Designers auf die späteren Google-Rankings noch nicht. Die Zeiten, in denen lediglich guter Content und ausreichende Backlinks für gute Rankings verantwortlich waren, sind längst vorbei. Mittlerweile werden auch der Traffic und das Besucherverhalten auf Ihrer Webseite ausgewertet und in Ihre Rankings einbezogen. So spielt neben der Absprungrate beispielsweise auch Interaktion mit der Webseite mittlerweile eine wichtige Rolle. Hier hat der Designer mit der Konzeption der User Experience (UX) eine sehr wichtige Aufgabe und entscheidet unbewusst über weitere Kriterien Ihrer späteren Rankings. Dies ist u.a. ein Grund, warum wir bei unseren Relaunch-Projekten erst nach einer ausführlichen Analyse der bestehenden Webseite und der Erstellung einer kompletten, detaillierten Sitemap damit beginnen, das Design zu entwerfen.

3. Die technische Umsetzung erfolgt meist in der Webdesign Agentur, nicht beim SEO-Experten

Der Content, die Umsetzung des Contents im Quelltext, das Design, UX und nun auch die technische Umsetzung der gesamten Webseite: ein weiterer Aspekt, der Ihre Google-Rankings nachhaltig beeinflusst und nicht hauptsächlich von SEO-Experten umgesetzt wird. Hierbei spielen hauptsächlich schnelle Ladezeiten und optimierte Dateigrößen der finalen Webseite eine entscheidende Rolle. Schnelle Webseiten bieten eine bessere Nutzererfahrung und lassen sich auf Mobilgeräten (insb. im mobilen Datennetz) schneller aufrufen. Im Zuge der Mobile-First Indexierung von Google hat dieser Aspekt nun einen größeren Einfluss auf Ihre Google-Rankings als dies in vorigen Jahren der Fall war.

Daher empfiehlt es sich, die technische Umsetzung entweder von einer Agentur mit SEO-Erfahrung durchführen zu lassen. Alternativ können Sie die technische Umsetzung von einem erfahrenen SEO überwachen lassen.

Wo liegt nun das Problem vieler Webseiten im Bezug auf SEO?

Ein großes Problem vieler Webseitenbetreiber im Bezug auf SEO liegt darin, dass der Prozess der Webseitenerstellung und der SEO-Prozess meist unabhängig und zeitlich getrennt voneinander ablaufen.

Ein neues Webdesign wird von einer Webdesign Agentur erstellt oder es wird ein vorgefertigtes Template installiert, welches dann mit Inhalten gefüllt wird. Zu diesem Zeitpunkt machen sich nur die wenigsten Webseitenbetreiber Gedanken darüber, dass das Webdesign Ihrer Webseite einen entscheidenden Einfluss auf die SEO-Ergebnisse haben wird.

Nachdem die Webseite nun einige Zeit online ist, beginnt der Betreiber damit, sich über SEO für einzelne wichtige Keywords Gedanken zu machen, die für seine Webseite besonders wichtig sind. Gegebenenfalls beauftragt er zur Durchführung der Optimierungen eine SEO-Agentur oder beginnt selbst, SEO für seine Webseite zu betreiben. Hierbei fallen dann in den meisten Fällen unsaubere Quellcodes auf, die nun rückwirkend nur mit großem Aufwand zu korrigieren sind. Wird die Seite mit einem vorgefertigten Template für ein bestimmtes CMS (Joomla, WordPress, Typo3, etc.) betrieben, ist der Aufwand zur Umprogrammierung eines größer als wäre dies von Beginn an berücksichtigt worden und verursacht zusätzliche Zeitverluste und Kosten.

Welches CMS ist für SEO besonders gut geeignet?

Welches CMS Sie für Ihre Webseite einsetzen, um später erfolgreiche SEO zu betreiben, ist prinzipiell egal. Wichtig ist, dass der Aufbau des genutzten Templates über suchmaschinenfreundlichen Code verfügt, flexibel ist und schnelle Ladezeiten ermöglicht. Diese Faktoren hängen allerdings nicht vom CMS ab, sondern vom Template bzw. den individuellen Programmierungen und dem Einsatz verschiedener Tools uns Plugins.

Wir nutzen für unsere Webdesign-Projekte die CMS concrete5, WordPress und Joomla, da diese für uns je nach Bedarf alle Anforderungen an hochwertige, individuelle und SEO-optimierte Webseiten erfüllen.