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Conversion Optimierung für Shops: zuerst die Hausaufgaben machen

Sie versuchen sich an A/B-Tests und führen diverse Tools zur Steigerung der Conversion Rate Ihres Shops ein? Moment: in den meisten Fällen lässt sich die Conversion Rate Ihres Shops bereits erheblich steigern, indem Sie als Betreiber zunächst einmal Ihre Hausaufgaben richtig machen. Wir zeigen Ihnen welche dies sind und wie sie sich relativ simpel umsetzen lassen.
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Wenn es um die Conversion Optimierung von Onlineshops geht, versuchen Betreiber oft verschiedene Hacks und Tricks am Layout des Shops und diversen Funktionen. Diese Optimierungen machen auch in vielen Fällen Sinn und bringen durchaus eine Steigerung der Conversion Rate mit sich. Allerdings bringen diese Maßnahmen nicht besonders viel, wenn dem Kunden das angebotene Produkt nicht ausreichend schmackhaft gemacht wird. Wir raten daher in den meisten Fällen dazu, sich zunächst um die (meist schmerzhaften, da mit Arbeit verbundenen) Hausaufgaben zu kümmern, bevor man sich mit weiteren Conversion-Optimierungs Maßnahmen beschäftigt. Hier erhalten Sie drei konkrete Vorschläge für Conversion-Optimierungs Maßnahmen, die sich sofort von jedem Shop-Betreiber umsetzen lassen:

1. Ausführliche Produktbeschreibungen steigern die Conversions und vermeiden Retouren

Immer wieder stoßen wir beim Thema Conversion Optimierung von Shops auf das Thema Produktbeschreibungen und führen hierzu lebhafte Diskussionen mit unseren Kunden. In unserer Philosophie von Online Shops und Conversion Optimierung ist die Produktbeschreibung einer der wichtigsten Faktoren überhaupt. Warum? Weil sich der Kunde in den meisten Fällen auf der Produktseite dazu entscheidet, in Produkt in den Warenkorb zu legen oder nicht. Nicht direkt auf der Startseite innerhalb einer Übersicht über den “In den Warenkorb”-Button und auch nicht auf einer Kategorieseite. Die Produktseite ist die entscheidende Stelle. Interessanterweise sind allerdings in vielen Onlineshops die Produktbeschreibungen nicht gerade spannend zu lesen, es fehlen Informationen oder es wurden 1:1 die mitgelieferten Beschreibungen der Hersteller übernommen.

Der Grund dafür ist nachvollziehbar: individuelle, ausführliche und emotionale Produktbeschreibungen bedeuten entweder sehr viel Arbeit oder eine Menge an gebundenen internen Ressourcen für die Produktion. Allerdings sind wir der Meinung, dass den meisten Shop-Betreibern der positive Einfluss solcher Beschreibungen nicht wirklich in vollem Ausmaß klar ist. Klar ist allerdings: wenn Sie die Conversion Rate Ihres Shops erheblich steigern wollen, benötigen Sie individuelle, ausführliche und emotionale Produktbeschreibungen. Punkt.

Die Gründe, warum sich eben solche Produktbeschreibungen massiv auf die Conversion Rate auswirken, sollte auch nachvollziehbar sein: eine emotionale Produktbeschreibung hebt sich zum einen von der Masse der übrigen Beschreibungen ab und erzeugt zum anderen einen Bedarf beim Besucher Ihres Shops. Zudem kaufen Kunden ein Produkt lieber bei einem Händler, bei dem der Eindruck entsteht, dass dieser sich ausführlich mit dem Produkt auseinandergesetzt hat und für dieses Produkt genauso “brennt” und begeistert ist, wie der Kunde. Je ausführlicher die Beschreibung ist, umso besser kann sich der potenzielle Kunde eine Vorstellung vom Produkt und den Einsatzmöglichkeiten machen. Dies führt nicht nur dazu, dass das Produkt mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auch tatsächlich gekauft wird, sondern senkt auch das Risiko von unnötigen Retouren im Shop.

Wenn Sie trotz dieser unschlagbaren Argumente nicht bereit sind, professionelle Texter für die Erstellung Ihrer Produktbeschreibung zu beauftragen, so müssen Sie diese selbst erstellen. Falls Sie sich hiermit schwer tun, haben wir hier eine kleine Anleitung für Sie:

a) Gestalten Sie die Produktbeschreibung möglichst ausführlich

Versetzen Sie sich vor dem Schreiben in die Lage Ihres potenziellen Kunden: welche Problemstellung hat der Kunde? Welche Fragen könnte ein Kunde stellen, der über die Anschaffung Ihres Produktes nachdenkt? Welche Potenziellen Einsatzgebiete gibt es für das Produkt? Versuchen Sie nicht ausschließlich das Produkt selbst zu beschreiben, sondern auch bspw. die Problemlösung / Vereinfachung die das Produkt durch die Anschaffung für den Kunden mit sich bringt. Kurz gesagt: was ist der konkrete Nutzen des Produktes für den Kunden? Wenn Sie sich diese Fragen stellen, bevor Sie mit dem Schreiben beginnen, sollte es kein Problem sein auf eine Textlänge von 600-800 Wörtern pro Produkt zu kommen. Und dies bringt Ihnen gleichzeitig Vorteile bei den SEO-Rankings Ihres Shops. Im besten Fall erstellen Sie sich zunächst eine Struktur bzw. einen Fragenkatalog, den Sie pro Produkt abarbeiten können.
 

b) Bringen Sie Emotionen in die Produktbeschreibung

Niemand liest gerne langweilige Texte. Dies gilt auch für Produktbeschreibungen. Versuchen Sie, den Produktbeschreibungstext emotional aufzuladen und den Kunden durch Ihre Beschreibung zu begeistern. Dies erhöht die Identifikation des Kunden mit Ihrem Shop und somit die Wahrscheinlichkeit für einen Kauf.

c) Achten Sie auf Details

Versuchen Sie jedes Details des Produktes herauszustellen. Hierzu eignen sich beispielsweise Übersichts-Listen, die sich schnell und einfach vergleichen lassen. So findet Ihr Kunde alle wichtigen und relevanten Informationen direkt auf einen Blick.
 

d) Lockern Sie den Produktbeschreibungstext optisch auf

Achten Sie auch bei einer ausführlichen Produktbeschreibung darauf, dass keine Textwüste entsteht. Denn nach all der Arbeit, die Sie in den Text investiert haben, soll der Kunde diesen letztendlich auch wirklich lesen und im Anschluss Ihr Produkt bestellen. Nutzen Sie hierzu verschiedene Elemente zur Auflockerung des Textes: Absätze und Abstände, Zwischenüberschriften, Auflistungen, kleine Bilder innerhalb des Beschreibungstextes, usw.
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Die Produktbeschreibungstexte bei unserem Kunden gcc-deutschland.de sind gut strukturiert und mit kleinen Blidern aufgelockert.

2. Nutzen Sie professionelle Produktfotos in Ihrem Shop

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Ein von uns produziertes und retouchiertes Produktfoto für den Shop kaffeemogul.de

Bessere, bzw. qualitativ hochwertige Produktfotos können die Conversion Rate Ihres Onlineshops nachhaltig steigern. Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe. Zum einen vermitteln hochwertige Fotos dem Kunden einen professionellen Eindruck, sowohl von Ihrem Shop als auch von dem Produkt, welches er sich gerade anschaut. Zum anderen ermöglichen bspw. hochaufgelöste Bilder einen besseren Eindruck vom Produkt, welches man sich mit einer Zoom-Funktion ggf. auch noch einmal im Detail anschauen kann. Nach Möglichkeit lassen Sie freistehende Produktfotos produzieren, die sich nahtlos in das Design Ihres Shops integrieren lassen. Im Optimalfall lassen Sie die Produktfotos nicht nur professionell fotografieren, sondern für ein gutes Erscheinungsbild auch entsprechend retuschieren.

Wir bieten Ihnen neuerdings neben Firmen- und Mitarbeiterfotos auch die Produktion und Retusche von hochwertigen Produktfotos an. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

3. Bieten Sie einfache Zahlungsmöglichkeiten

Je einfacher und komfortabler Sie die Zahlungsmöglichkeiten in Ihrem Shop gestalten, umso wahrscheinlicher ist es, dass ein potenzieller Kunde Ihre Produkte auch tatsächlich bestellt. Mittlerweile haben sich zahlreiche Zahlungsanbieter am Markt etabliert. Wir empfehlen für Shops folgende Anbieter bzw. Lösungen:

  •  Zahlung per Vorkasse-Überweisung: der Kunde erhält bei seiner Bestellung eine Rechnung und überweist den Betrag manuell. Sie versenden die Ware nach Zahlungseingang. Dies ist nicht der komfortabelste Weg, wird aber noch immer von vielen Kunden bevorzugt.
  • PayPal Plus: mit PayPal Plus schlagen Sie drei Fliegen mit einer Klappe. Kunden können mit ihrem bestehenden PayPal-Konto bezahlen, wahlweise aber auch per Lastschrift oder Kreditkarte, ohne ein eigenes PayPal-Konto nutzen zu müssen.
  • Amazon Pay: bei dieser Zahlungsart muss sich der Kunde gar nicht mehr in Ihrem Shop registrieren, sondern nimmt seine Bestellung direkt mit den bei Amazon hinterlegten Kundendaten vor. Vorteil für den Kunden: ein schnellerer Checkout-Prozess. Nachteil für Sie: die Kundendaten werden bei Amazon gespeichert und nicht in Ihrem Shop.
 
Wenn Sie diese Tipps berücksichtigen, haben Sie bereits einen großen Schritt in Richtung steigender Conversions gemacht. Nun bleibt immernoch genügend Zeit, sich mit diversen Conversion Tools und Plugins auseinanderzusetzen. Obwohl….haben Sie sich eigentlich schon um die Texte der Kategorieseiten Gedanken gemacht? 😉